Komplexe

 
05.01.2009

HVB, München

Die HypoVereinsbank aus München hatte sich als erste Bank im großen Umfang auf dem Schrottimmobilienmarkt engagiert. Über hunderttausend Wohnungen wurden insgesamt finanziert...

Durch die HVB-Finanzierungen ist der Begriff „Schrottimmobilien“ maßgeblich mitgeprägt worden, denn bei den Wohnungen handelte es sich weitgehend um überteuerte Bestandsimmobilien aus den 60iger und 70iger Jahren: Über Strukturvertriebe wurden sie ahnungslosen Klein- und Mittelverdienern verkauft.

An den HVB-Fällen ist die restriktive verbraucherfeindliche Haltung des Bankensenates des Bundesgerichtshofes ausgebildet worden. Dies gilt insbesondere auch für die Rechtsprechung zu den Treuhandfällen.

Vielfach war von Seiten der Initiatoren ein Treuhänder eingesetzt worden, der die Aufgabe hatte, für den Käufer den gesamten Kaufvorgang einschließlich der Finanzierung abzuwickeln. Obwohl es sich dabei eindeutig um Rechtsberatungen handelt, die nach dem Rechtsberatungsgesetz ausschließlich Rechtsanwälten vorbehalten ist, hat der BGH zu Lasten der Erwerber entschieden, dass die Bank auf die Gültigkeit der ungültigen Treuhandvollmacht grundsätzlich vertrauen durfte.

Erst in den letzten Jahren konnte der HVB in einzelnen Fällen ein konkreter Wissensvorsprung nachgewiesen werden, der dann in einzelnen Fällen zu einer Haftung der Bank geführt hat.

Gleichwohl hat sich die HVB außergerichtlich bei der Rückabwicklung und Schadensminderung kundenfreundlich gezeigt und vielfach akzeptable Vergleiche angeboten.
 


http://www.schrottimmobilien-aktuell.de/C-764-HVB,-Muenchen.aspx