Hintergrundinformationen

 
12.12.2008

Schrottimmobilien

Immer wieder findet man das Wort ?Schrottimmobilien?, wenn es sich um fehlgeschlagene Investitionen in Immobilien handelt...

 Das Wort Schrottimmobilien ist kein juristischer Begriff. Er hat sich aber für einen bestimmten Typ von Immobilienobjekten und ein Geschäftsmodel eingebürgert. „Die Zeit“ und „Der Spiegel“ oder das „Handelsblatt“ und viele andere Medien haben darüber berichtet. Es findet sich der Begriff zwischenzeitlich selbst im Internetlexikon Wikipedia.

 

In seiner Kernbedeutung handelt es sich dabei um eine Immobilie, die sich in einem desolaten Zustand befindet. So etwas gibt es nach unserer Beobachtung immer wieder. Das mögen nicht fertig gestellte Neubauten sein, oder auch zu sanierende Altbauten, die in ihrer Rekonstruktion steckengeblieben sind. Darüber hinaus finden wir immer wieder Immobilien, die handwerklich schlecht renoviert worden sind und sich deshalb in einem baulich schlechten Zustand befinden.

 

Die Gründe die Baufälligkeit sind vielfältig. Aus rein krimineller Energie mag der ein oder andere Bauträger die eingenommenen Gelder in die eigene Tasche und nicht in den Bau gesteckt haben. Häufiger wird es jedoch passieren, dass  schlechte Auswahl von Bauhandwerkern und die fehlende Bauüberwachung der Grund sind.

 

Für den Käufer ist das eine Katastrophe, denn als Eigentümer einer einzelnen Wohnung ist er gleichwohl für die Erhaltungen und Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums mit verantwortlich. Für Schäden am Gemeinschaftseigentum haftet jeder Eigentümer gesamtschuldnerisch mit seinem gesamten Vermögen. 

 

Die sich jedoch aus in diesem klassischen Typ der Schrottimmobilie ergebenden Schadensfolgen sind so vielfältig, dass sie an dieser Stelle nicht vollständig darstellbar sind. Man kann die Konsequenzen kurz zusammenfassen. Sie kosten jedem Erwerber Zeit, Nerven und vor allen Dingen Geld - viel Geld.

 

In den letzten Jahren hat sich der Begriff der Schrottimmobilien ausgeweitet auf alle Immobilien, die ihr Geld nicht wert sind. Das können Immobilien sein, die ordentlich saniert worden sind und sich in einem einwandfreiem Zustand befinden. Trotzdem sind sie häufig ihr Geld nicht wert.

 

Für den Kapitalanleger ist maßgeblich, welchen Wert er im Falle des Verkaufes erzielen kann. Regelmäßig heißt es, dass die Wohnung nach 10 Jahren wieder verkauft wird. Aber auch in persönlichen Notsituationen ist er darauf angewiesen, die Immobilie schnell wieder verkaufen zu können. Regelmäßig wird der Eigentümer aber feststellen, dass er im Falle des Weiterverkaufs nur ein Bruchteil von dem Preis erzielen kann, den er selber gezahlt hat.

 


http://www.schrottimmobilien-aktuell.de/C-752-Schrottimmobilien.aspx